Der Morgen begrüsst mich mit Sonnenschein. Der Wächter winkt mir von weitem zu, als ich das Auto verlasse. Wenn ich so übernachte, freunde ich mich meist mit den Wächtern an. Von ihnen hängt oftmals Freud oder Frust einer Reise ab. Es steht in ihrer Ehre, dass der Reisende sicher aufgehoben ist. Sie sind meist ehrlich interessiert wo die Reise hinführt, wie mir ihr Land gefällt und wo mein Reisegefährte ist. Wenn ich dann sage, die Reise gehe nach Kirgisistan, entlockt es ihnen schon ein: „Ohhhh long trip“. Wenn ich dann aber noch erkläre, dass ich alleine unterwegs bin, werden ihre Augen gross, der Kiefer fällt runter und sie rufen: „No, no this is to much danger!“ Es braucht dann meinerseits viel Überzeugungskraft, ihnen glaubhaft zu vermitteln, dass ich es schon schaffen werde. Wenn sie von mir jeweils erfahren, dass ich früher schon alleine durch Afrika gefahren bin, nicken sie anerkennend.
Bis jetzt war ich immer der Überzeugung, dass wir Schweizer die besten Tunnelbauer der Welt sind. Bei meiner Weiterfahrt durch den 5,4 Kilometer langen AVRASYA TÜNELI, zu Deutsch: Eurasien-Tunnel, wird mir Bewusst, dass ich nun den europäischen Kontinent verlasse und nun auf dem asiatischen Kontinent stehe. Unter dem Bosporus hindurch, wird der Tunnel indirekt blau beleuchtet, was mir ungemein eindrücklich erscheint. Die Türken haben hier mit diesem Tunnel ein Meisterwerk vollbracht! Die Autobahn hinaus aus der Metropole, ist wesentlich übersichtlicher und geradezu einfach zu fahren. Ein weiteres Mal staune ich heute, als ich über die Hängebrücke Osman-Gazi fahre. Es scheint der kleine Bruder der Golden Gate Bridge in den USA zu sein. Unter mir das Wasser des Golfs von Izmir, ein Teil des Marmarameeres.
Mein Ziel heute: Das westliche Ufer des Iznik Sees. Neben dem Restaurant 88 parkiere ich den Milvus unter Fichtenbäumen. Schon beim Hinstellen kommt mir der Besitzer Tuna freudig entgegengelaufen: „Welcome, welcome“, sprudelt es geradezu aus ihm heraus. Was nun für den Rest des Tages folgt ist einfach nur unglaublich herzlich, gastfreundlich, schön, interessant und einfach unvergesslich!
Da er mein Auto gesehen hat, fragt er gleich nach meinem Instagram. Ganz stolz, neu Mitglied dieses Social Media Zweigs zu sein, zeige ich ihm meinen trip-top Account. Sein Gesicht verzieht sich, als würde er Schmerz empfindet: „Was, du hast nur 110 Follower?“ Etwas schüchtern und fast entschuldigend erkläre ich meine Lage mit: „Ich bin erst seit kurzem dabei und es ist mir nicht wichtig wie viele Follower ich habe“. Er zeigt mir seinen Account mit über 10'000! „Ich will dir helfen und zeige dir, wie das geht“ ruft er aus und nimmt mein Handy. Er läuft damit in sein Restaurant, wo seine ganze Familie beim Tee trinken sitzt. Nun filmt er die ganze Vorstellungszeremonie und postet sie sogleich! „Du musst lernen ganz viele Videos zu machen und als Story zu posten“, ist sein Vorschlag. Dann packt er mich und läuft durch seinen Garten bis zum Meer, wo ein gekentertes Floss schräg am Ufer liegt. Ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen steht bereit und wir nehmen Platz. Er macht nun weitere Videos und interviewt mich mit seinem Smartphone und erklärt: „Warte nur, ich poste jetzt ein paar Videos mit dir und deinem Account. Bestimmt hast du noch heute Abend mindestens hundert Follower mehr!“ Langsam wird mir die Sache ein wenig peinlich. Ich bin froh als sein Telefon klingelt und er weiter gehen muss. Erleichtert stosse ich ein „no Problem“ hervor und bleibe alleine auf dem Floss zurück.
Ich meditiere auf dem Floss und kann meine Energie und meine Reise in Einklang bringen. Ich bin glücklich und dankbar um all diese Begegnungen, die ich erleben darf!
Zurück im Restaurant, ist die ganze Familie am türkisch Manti fabrizieren. Manti, sind gefüllte Teigtaschen, ähnlich unserer Ravioli. Der Teig ist bereits gemacht und wird von verschiedenen Personen ausgerollt und auf eine Schablone gelegt. Die älteste Frau des Teams verteilt die Hackfleisch-Mischung aus Rind und Lamm auf die einzelnen Taschen. Dann einen Teigdeckel drauf und wieder rollen. Die Manti werden auf ein Blech gelegt und landen im Tiefkühler für später in der Saison. Ich fotografiere das Team und helfe mit beim Ausrollen. Zum Schluss werden einige der Manti gekocht und mit einer Joghurt Sauce serviert. Wir alle essen gemeinsam davon. Es wird gelacht, mit den wilden Kindern geschimpft und geplaudert. Ein herzliches Dankeschön an die lieben Menschen, dass ich für ein paar Stunden Teil dieser wunderbaren Familie sein durfte!
Mein Ziel heute: Das westliche Ufer des Iznik Sees. Neben dem Restaurant 88 parkiere ich den Milvus unter Fichtenbäumen. Schon beim Hinstellen kommt mir der Besitzer Tuna freudig entgegengelaufen: „Welcome, welcome“, sprudelt es geradezu aus ihm heraus. Was nun für den Rest des Tages folgt ist einfach nur unglaublich herzlich, gastfreundlich, schön, interessant und einfach unvergesslich!
Da er mein Auto gesehen hat, fragt er gleich nach meinem Instagram. Ganz stolz, neu Mitglied dieses Social Media Zweigs zu sein, zeige ich ihm meinen trip-top Account. Sein Gesicht verzieht sich, als würde er Schmerz empfindet: „Was, du hast nur 110 Follower?“ Etwas schüchtern und fast entschuldigend erkläre ich meine Lage mit: „Ich bin erst seit kurzem dabei und es ist mir nicht wichtig wie viele Follower ich habe“. Er zeigt mir seinen Account mit über 10'000! „Ich will dir helfen und zeige dir, wie das geht“ ruft er aus und nimmt mein Handy. Er läuft damit in sein Restaurant, wo seine ganze Familie beim Tee trinken sitzt. Nun filmt er die ganze Vorstellungszeremonie und postet sie sogleich! „Du musst lernen ganz viele Videos zu machen und als Story zu posten“, ist sein Vorschlag. Dann packt er mich und läuft durch seinen Garten bis zum Meer, wo ein gekentertes Floss schräg am Ufer liegt. Ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen steht bereit und wir nehmen Platz. Er macht nun weitere Videos und interviewt mich mit seinem Smartphone und erklärt: „Warte nur, ich poste jetzt ein paar Videos mit dir und deinem Account. Bestimmt hast du noch heute Abend mindestens hundert Follower mehr!“ Langsam wird mir die Sache ein wenig peinlich. Ich bin froh als sein Telefon klingelt und er weiter gehen muss. Erleichtert stosse ich ein „no Problem“ hervor und bleibe alleine auf dem Floss zurück.
Ich meditiere auf dem Floss und kann meine Energie und meine Reise in Einklang bringen. Ich bin glücklich und dankbar um all diese Begegnungen, die ich erleben darf!
Zurück im Restaurant, ist die ganze Familie am türkisch Manti fabrizieren. Manti, sind gefüllte Teigtaschen, ähnlich unserer Ravioli. Der Teig ist bereits gemacht und wird von verschiedenen Personen ausgerollt und auf eine Schablone gelegt. Die älteste Frau des Teams verteilt die Hackfleisch-Mischung aus Rind und Lamm auf die einzelnen Taschen. Dann einen Teigdeckel drauf und wieder rollen. Die Manti werden auf ein Blech gelegt und landen im Tiefkühler für später in der Saison. Ich fotografiere das Team und helfe mit beim Ausrollen. Zum Schluss werden einige der Manti gekocht und mit einer Joghurt Sauce serviert. Wir alle essen gemeinsam davon. Es wird gelacht, mit den wilden Kindern geschimpft und geplaudert. Ein herzliches Dankeschön an die lieben Menschen, dass ich für ein paar Stunden Teil dieser wunderbaren Familie sein durfte!