Je östlicher ich fahre, desto vertrauter kommt mir der Lifestyle der Usbeken vor. Das kulinarische Angebot bietet die selben Gerichte, wie das mir bereits gut bekannte Kirgistan. Suppe mit Schafskopf, Salat mit Zunge, Rote Beete, Schaschlik, Laghman und und und stehen auf der Speisekarte und reizen meinen Gaumen. Das frische Brot alleine, ist fast schon eine Reise wert. Wenn man aber dem Bäcker zuschauen oder gar mithelfen kann, ist es ein wahres Erlebnis.
Die Häuser sind im ähnlichen Stil gebaut, haben aber aus der russischen Zeit mehr Spuren abbekommen als ihr Nachbarland. Auf den Strassen rollen, die altbekannten Ladas. Nur wer besser betucht ist, leistet sich ein Chevrolet. Die sind hier im Business der Luxuslimousinen gross im Geschäft!
Die Menschen haben runde Köpfe, und die für Zentralasien wunderschönen mandelförmigen Augen. Leider spricht kaum jemand Englisch, was mir nun unweigerlich zum Verhängnis wird, hinter die Kulissen zu blicken. Nach Jahren einer Art Diktatur, hat Usbekistan seit diesem Jahr ihre Tore weit geöffnet, für die europäischen Touristen. Was ich schmerzlich, zwischen den historischen Denkmälern zu spüren bekomme. Leider nicht ganz mein Schlag, was genau genommen nur an meiner Intoleranz liegt und sonst an nichts anderem. Ich arbeite daran!
Hier auf der touristisch, historischen Bühne finde ich offensichtlich meine Reisezufriedenheit nicht wieder. Also schwenke ich in eine kleine Gasse und Seitenstrasse. Hier kann ich für einen Moment das Alltagsleben in einer Bäckerei finden. Später Lerne ich eine Englisch Studentin kennen, die sich beklagt, das sie wegen ihrer Aussprache in der Klasse immer ausgelacht wird. Gemeinsam gehen wir Kaffee trinken und üben Englisch in dem wir über uns sprechen. Ich lerne das Leben einer jungen Usbekin, mit all ihren Freuden und Sorgen kennen. Sie bekommt einen Einblick über meine Reise. Was für eine schöne Begegnung! Thanks!