​Slovenien Kroatin


Slovenien lerne ich nur kurz, für einen Atemzug bei der Durchreise, kennen. Es regnet ununterbrochen. Schemenhaft meine ich hohe Berge und ausgedehnte Wälder zu erahnen. Kaum eine Stunde ist vergangen und schon passiere ich die Grenze zu Kroatien. Das Wetter wird noch schlechter und bei drei Grad Kälte fängt es an zu schneien.  Ich entscheide mich, des Wetters wegen , auf der Autobahn in den Süden zu fahren. Bei Split verlasse ich diese und folge der holprigen Küstenstrasse. Wunderschön und fast dramatisch nehme ich die Landschaft wahr. Links, steilaufragende, steinige Felshänge; bewachsen mit Olivenbäumen und anderen mediterranen Gewächsen. Rechts das tiefblaue Meer mit den vorgelagerten Inseln. Spontan halte ich gegen Abend bei einem kleinen Camp. Das steile Gelände wird hier durch Terrassen geebnet und bietet eine traumhafte Aussicht auf das Meer. Gerade als ich eintreffe und mein Blick über das Wasser schweift, schwimmen drei Delfine, ganz nahe der Küste, gemächlich vorüber. Ich geniesse diesen wunderschönen Augenblick.
Mirco, der Camp-Inhaber hat als Gastgeber offensichtlich seine Passion gefunden. Herzlich und familiär führt er die Unterkunft mit seiner Familie. Zuerst offeriert er jedem Ankömmling seine selbstgebraute Medizin: In meinem Fall einen dunklen Baumnusslikör, den er liebevoll Motorenöl nennt. Zur Auswahl hat er aber noch Aspirin, einen Kräuter, Antibiotika , einen Grappa und einen Kirsch, den er Liebestrank nennt. Da ich aber alleine Unterwegs bin, kommt dieser heute für mich nicht in Frage. Obwohl ich eigentlich genug Essen im Auto mitführe, bestelle ich einen gegrillten Fisch mit Gemüse. Es ist unnötig zu erwähnen, wie köstlich das frisch zubereitete, lokale Essen schmeckt!